Yoga & Ayurveda

Mehr als “Yogi Hokuspokus”: Das dritte Auge gibt es wirklich!

Egal ob in einer Yoga Class oder auf Instagram – sicherlich hast du schon einmal vom “dritten Auge” gehört. Aber was hat es damit eigentlich auf sich? Und: Gibt es dieses Auge wirklich?

Um zu verstehen, was das dritte Auge ist, müssen wir einen kurzen Abstecher in die Chakren-Lehre machen. Das dritte Auge ist nämlich eines davon. Also ein Chakra. Oder um einen verständlicheren Begriff zu benutzen: ein Energiezentrum.

Davon sollen wir laut Yoga-Philosophie sieben Stück entlang unserer Wirbelsäule haben. Man kann sie sich auch als kleine Rädchen vorstellen, die sich im gleichen Rhythmus drehen und damit für einen ausgeglichenen Energiefluss sorgen.

Jedes dieser Rädchen hat einen anderen “Verantwortungsbereich” für unsere mentale, körperliche und spirituelle Gesundheit.

Dem ersten – und unterstem – Chakra, unserem Wurzelchakra wird zum Beispiel die Verbindung zu unseren Ur-Instinkten wie Schutz und Geborgenheit zugeschrieben. Für unser Selbstbewusstsein ist hingegen unser drittes Chakra, das Solarplaxuschakra, verantwortlich.

Drittes Auge – das Tor zu unserem Higher Self

Unserem dritten Auge – wo wir wieder beim Thema wären – wird nachgesagt, dass es das Zentrum unserer Intuition & inneren Führung ist.

Mit dem Auge, klar, können wir nicht wie mit unseren Augäpfeln sehen. Dafür können wir damit jedoch nach innen blicken. Es ist sozusagen das Tor zur Seele und höheren spirituellen Erfahrungen.

Klingt erst einmal nach viel Yogi-Hokuspokus. I know. Aber jetzt kommt das wirklich krasse daran: Das dritte Auge ist aus medizinischer bzw. anatomischer Sicht tatsächlich erklärbar.

Das dritte Auge aus wissenschaftlicher Sicht

Bis heute gibt es nämlich ein paar Reptilien und Amphibien, die wirklich ein drittes Auge haben. Bei ein paar Fröschen, Leguanen und Schlangen kann man am Scheitel das sogenannte Parietalauge entdecken. Das sieht meist wie eine Schuppe aus, besteht jedoch auch Linse, Netzhaut und Sehnerv – was fehlt, ist lediglich die Iris.

Damit können die Tiere zwar nicht richtig sehen, aber man geht davon aus, dass sie dadurch den Unterschied von hell und dunkel wahrnehmen.

In der Evolution ist dieses dritte Auge bei höher entwickelten Säugetieren in den Kopf gewandert und hat sich zur Zirbeldrüse umgewandelt. So auch bei uns.

Was die Zirbeldrüse bewirkt? Sie produziert das Hormon Melatonin, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Wie bei den Reptilien kann die Drüse hell von dunkel unterscheiden und sorgt im Dunkeln dafür, dass mehr Melatonin ausgeschüttet wird und wir müde werden. Sobald es hingegen hell wird, stoppt es die Produktion.

Unsere Zirbeldrüse ist so gesehen unser drittes anatomisches Auge, das in gewisser Weise auch „hellsehen“ kann.

Wer sich jetzt fragt, wo diese Zirbeldrüse sitzt: Wenn ihr euch auf den Punkt zwischen euren Augenbrauen konzentriert und dann eine zehn Zentimeter lange Linie in euren Kopf “hineinzieht”, habt ihr sie am Ende dieser Linie ausfindig gemacht.

Wir produzieren unser eigenes Halluzinogen!

Was ich besonders crazy finde: Die Drüse bildet nicht nur Melatonin, sondern auch ein Halluzinogen, das DMT heißt. Dieses ermöglicht die Erweiterung von Wahrnehmungen und Gedankenstrukturen. Es hilft unserer visionären Kraft sozusagen auf die Sprünge.

Womit wir wieder beim Yogi-Hokuspokus wären, der scheinbar gar kein Hokuspokus sondern eine Wissenschaft für sich ist.
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Worten die Augen öffnen. Und wer weiß, vielleicht ja sogar das dritte.

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