Yoga & Ayurveda

Zeremonieller Kakao: Was der Göttertrunk mit mir gemacht hat

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Ich liege auf dem Boden. Unter meinen Rücken habe ich mir ein großes Kissen geschoben. Meine Beine formen einen Schmetterling – unter Yogis auch als “Supta Baddha Konasana” bekannt.

Meine Augen sind geschlossen. Mit jedem Atemzug hebt und senkt sich mein Brustkorb. Aus meinen Schultern löst sich die Anspannung. Sachte fallen sie in Richtung Boden. Ich spüre die Energie durch meinen Körper zirkulieren. Um mein Herz herum wird es warm. Es beginnt, sich langsam zu öffnen.

Ein Leuchten scheint meinen Oberkörper zu erfüllen. Ein einziger Strahl löst sich von meinem Herzen, durchbricht meine physischen Grenzen und verbindet sich mit den unendlichen Weiten des Universums.

Klingt nach einem Trip? Fast. I am high on cacao.

Die Supta Baddha Konasana eignet sich nicht nur zum Herz- sondern auch zum Hüftöffnen. Dafür legt man sich auf den Rücken, bringt seine Fußflächen aneinander und lässt die Knie zu den Seiten fallen. Verstärkt wird die Pose, wenn man sich ein längliches Kissen entlang der Wirbelsäule platziert, sodass die Schultern gen Boden sinken und sich der Oberkörper öffnet.

Yes, ihr habt richtig gelesen. Kakao. Ich habe Kakao getrunken.

Es gibt Kakao. Und es gibt Kakao.

Aber eben nicht den, den wir aus dem Supermarkt als Pulver kennen und als Kinder mit Milch verrührt haben. Das ist – wenn man so will – ein Abfallprodukt aus der Kakaobutter-Produktion, angereichert mit schön viel Zucker und hat eigentlich nichts mehr mit jenem Kakao zu tun, der einst als die “Speise der Götter” bezeichnet und von Ureinwohnern Südamerikas als stimulierende Heilpflanze genutzt wurde.

Nein, ich trinke eine heiße Schokolade, die aus 100% natürlichem Kakao von Moruga besteht, der komplett unbehandelt, schonend geröstet und frei von jeglichen Zusätzen ist.

Bisher habe ich den zugehörigen Begriff “zeremonieller Kakao” vermieden, weil es dann schnell so klingt, als müsse man Schamane oder Super-Guru sein, um sich an das Heißgetränk wagen zu können. Damit wir diese hochwertige, ursprüngliche Art von Kakao jedoch von der industriell überzuckerten Variante unterscheiden können, werde ich ab sofort genau diese Bezeichnung verwenden und euch kurz in die Geschichte von zeremoniellem Kakao einführen. (Außerdem: Wohnt uns nicht allen ein bisschen Guru-Zauber inne!? 🧚🏼‍♀️😉)

Zeremonieller Kakao: Was ist das – und wenn ja, wie viele?

Wie schon erzählt, haben bereits indige Völker Mittel- und Südamerikas auf die aromatische Kakaobohne geschworen. Sie brühten sich damit ihren “Göttertrunk” auf, verfeinerten ihn mit einem Hauch Chili und hielten Zeremonien ab, die Mensch und Natur in Balance halten sollten.

Außerdem sagten sie dem Kakao nach, dass er emotionale Blockaden löst, das Herz öffnet und Harmonie im Körper erzeugt.

Fun Fact: Kakao wurde nicht nur als Heil- sondern auch als Zahlungsmittel verwendet. Was noch einmal verdeutlicht, als was für ein kostbares Gut die Bohne angesehen wurde.

Das ist nun etwa 3.000 Jahre her. Mittlerweile betrachten wir vieles von einem eher wissenschaftlichen Standpunkt. Ich mache das auch gerne. Deswegen kommen jetzt ein paar spannende Fakten, die für den Konsum von zeremoniellem Kakao sprechen.

  • Dopamin steigert die Konzentration
  • Theobromin macht geistig wach
  • Seratonin – unser “Glückshormon” – sorgt für gute Laune
  • Tryptophan reduziert Stress und Angst
  • Anandamid – das “Bliss Chemical” – sorgt auf energetischer Ebene für mehr Vision, Ideen und Einsicht
  • Magnesium trägt zum Entspannen der Muskeln bei
  • öffnet die Blutgefäß und regt den Blutfluss im gesamten Körper an

Insgesamt kommt Kakao weltweit in 20 Arten vor. Eine exklusive Auswahl von etwa einer Handvoll Sorten bietet Jonas Wind, der Gründer von Moruga, in seinem Online-Shop an. Ihm ist es wichtig, die Vielfalt des Urwaldes abzubilden. Jede Bohne schmeckt anders, jeder Kakao erzählt eine andere Geschichte.

Besser als Wein: Mein “Kakao-Tasting”

Das wollte ich erst gar nicht so recht glauben. Schmeckt Kakao nicht einfach nach Kakao?! Doch ich wurde eines Besseren belehrt: Kakao ist wie Kaffee oder Wein. Da schmeckt jede Sorte ja auch komplett anders.

Also plünderte ich meine Entdecker-Box, entwarf mir einen Bewertungsbogen und startete mit meinem Kakao-Tasting.

Jeden Morgen trank ich eine andere Sorte von Moruga. Ich kostete mich von Peru über Guatemala nach Mexiko und legte zwischendurch einen Stop in Belize ein.

In meinem “Erfahrungsbogen” halte ich fest, wie mit welcher Kakao schmeckt und welcher Effekt er bei mir auslöst. Peru erhält eindeutig fünf Herzen von mir!

Erst bereitete ich mir mein Heißgetränk noch auf dem Herd im Wasserbad zu. Und das ist sicherlich auch eine ganz wundervolle Art und Weise. Aber ich bin ehrlich: Ich mag es praktisch und unkompliziert. Vor allem am Morgen.

Zeremonieller Kakao: Einfache Zubereitung im Thermos-Shaker

Deswegen fand ich schnell Gefallen an dem Kakao-Shaker von Moruga. Man füllt einfach heißes Wasser in die Flasche, gibt ein Stück Kakao dazu, schüttelt einmal kräftig und schon kann man den “Göttertrunk” genießen. (Vorsicht beim Öffnen: Dadurch, dass leichter Druck in der Flasche entsteht, sprudelt das Wasser gerne etwas über. Ich öffne den Shaker daher sehr langsam und umgreife ihn mit einem Geschirrhandtuch.)

Schnell wurde aus dem Kakao-Tasting am Morgen ein kleines Ritual, auf das ich mich schon am Abend zuvor freute und bis heute “durchziehe”.

Nachdem ich morgens meine Zähne geputzt, Öl gezogen und mich gewaschen habe, brühe ich mir meinen Kakao auf, zünde ein paar Kerzen an und lege einen Yogablock auf den Flokati im Wohnzimmer. Darauf breite ich ein Kissen aus, trinke meinen Kakao langsam und bewusst aus und lege mich dann – wie oben bereits geschrieben – in meine Supta Baddha Konasana.

Zu Kakaozeremonien gehören noch verschiedene Atemübungen und Meditationen, aber ich lasse mich einfach von dem Kakao leiten. Ich vertraue. Ich gebe mich hin.

Wie wirkt zeremonieller Kakao?

Was dann passiert, ist jedes Mal komplett unterschiedlich. Manchmal werde ich “high” und nehme meinen Körper auf unterschiedlichen Ebenen wahr, ein anderes Mal fühle ich mich locker-leicht und möchte mich unbedingt zu Musik bewegen und dann gibt es Male, da liege ich einfach nur da, spüre kaum etwas und merke erst, wenn ich mich an meine To-Dos mache, wie konzentriert und kreativ ich bin.

Was ich jedoch jedes Mal spüre: Zeremonieller Kakao lässt mich ganz bei mir ankommen – auf eine ganz sachte Art und Weise. Er verbindet mich stärker mit mir selbst. Und uff, manchmal kommen da auch Emotionen hoch, von denen ich bisher kaum etwas wusste.

Ganz besonders der Kakao aus Peru hat in mir einiges gelöst. Da liefen Tränen der Trauer, des Zweifels, der Freude. Trotzdem fühlte ich mich von diesen Gefühlen nicht überrumpelt. Ich hatte eher das Gefühl, der Kakao würde mich in seinen Armen halten und den nötigen Support geben.

Über weitere Effekte von Kakao hat Jonas auf dem Blog von Moruga in einem – wie ich finde – wirklich coolen Artikel zusammengefasst.

Natürlich ist es “nur” ein Erklärungsversuch. Jeder spürt schließlich etwas ganz anderes und auch unterschiedlich intensiv. Ich mein, das habe ich ja allein bei mir gesehen. Aber es zeigt, dass Kakao durchaus ein stimulierendes Heilmittel sein kann und dass es sich lohnt, offen gegenüber einer Zeremonie oder einem einfachen “Home Ritual” zu sein.

Deswegen schlage ich vor: Probiert euch selber aus!

Wer jetzt neugierig geworden ist, für den habe ich drei Goodies:

  1. benutzt wenn ihr bei Moruga die Entdecker-Box bestellt unbedingt den Code “totallytabea”, um den Kakao-Shaker (kostet eigentlich 35 Euro) umsonst in euer Paket zu bekommen oder geht einfach über diesen Link auf die Website
  2. ladet euch HIER meinen entworfenen Erfahrungsbogen herunter, um eure Erlebnisse und Gedanken zu dem Kakao festzuhalten
  3. macht euch meine “Heart Wide Open”-Playlist auf spotify an, wenn ihr euren Kakao getrunken und euch zum Herzöffnen hingelegt habt.

And now: Ciao, Cacao! 🧡

4 Kommentare

  • Anki

    Liebe Tabea!

    Danke für den tollen Beitrag!:)
    Meine Frage an dich:
    Ist er verträglich? Ich weiß, eigentlich eine doofe Frage, denn jeder reagiert ja anders auf gewisse Lebensmittel…
    Ich selber habe ein sehr empfindliches Verdauungssystem, oftmals Darmkrämpfe, unerklärliche Übelkeit und ab und an auch andere unangenehme Probleme.
    Histaminintoleranz und Sorbitintoleranz sind leider beide bestätigt worden.
    Über eine Antwort freue ich mich!
    Danke nochmal für den Beitrag, ich lese sie so gerne 🙂

    Liebe Grüße
    Anki

    • Tabea

      Liebe Anki,

      danke für dein liebes Feedback und dass du den Artikel so gerne gelesen hast. Das freut mich sehr 🙂

      Zu deiner Frage: Eigentlich hast du dir die Antwort schon selbst gegeben. Ob du den Kakao verträgst, hängt wirklich ganz individuell von dir ab. Ich kann nur sagen, dass Kakao eigentlich ein Histaminliberator ist und laut Definition für Symptome sorgen kann. Jedoch hatte ich nie Probleme damit und habe selbst in meiner “harten Phase” Schoki vertragen 😇

      Ganz liebe Grüße,
      Tabea

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