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Kleine Schritte, große Wirkung: Steigere step by step dein Körpergefühl

Lange habe ich gegen meinen Körper angekämpft. Ich wollte ihn in eine Form bringen, die er A) einfach nicht war und mich B) auch noch in eine Spirale negativer Emotionen führte.

Tag & Nacht plagte mich ein negatives Körpergefühl. Ich hatte den großen Drang, mich zu selbstoptimieren. Doch je mehr ich an meinem Körper herumwerkelte, umso weiter entfernte ich mich von ihm – bis wir schließlich an einem Punkt ankamen, an dem unser Verhältnis mehr als nur schlecht zueinander war.

Es gab mich. Und es gab meinen Körper. Wir waren einfach nicht mehr im Einklang.

Meine Geschichte ist allerdings kein Einzelfall. Vielen geht es heute genauso wie mir. Und ich kann mir gut vorstellen, dass du ebenso dazugehörst.

Aber es kann auch anders sein. Ich mein, schau mich an: Heute liebe ich meinen Körper. Mir gefällt er. Vom Kopf bis zu den unlackierten Zehenspitzen. Ich habe ein positives Körpergefühl entwickeln können. Und ich weiß: Mit meinen Tipps kannst du es auch schaffen! Step by step.

5 Schritte um ein positives Körpergefühl aufzubauen

1. Schmeiß die Waage weg

Ein positives Körpergefühl bedeutet, dass man sich wohl in seiner eigenen Haut fühlt. Dass man jeden Zentimeter an seinem Körper wertschätzt. & dass man vorm Spiegel steht und denkt: “Na holla, siehst du aber gut aus!”

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, aber von einer Waage ist hier nicht die Rede. Ein positives Körpergefühl bedeutet nämlich nicht, dass man sein Gewicht kontrolliert.

Es geht nicht um Zahlen. Es geht nicht um Maße. Es geht darum, wie du deinen Körper wahrnimmst.

Also: Schmeiß deine Waage raus. Du brauchst sie nicht!

Schau’ dich morgens viel lieber im Spiegel an und mache deinem Körper ein schönes Kompliment. Wie wäre es mit: “Danke, dass du mein Zuhause bist” oder “Ich fühle mich wohl in dir”.

(Bitte hört nur dann auf, euch zu wiegen, wenn ihr im Normalgewicht seid, damit ihr überprüfen könnt, wie eure Zunahme läuft. Hier findet ihr meine “Gesund zunehmen”-Tipps.)

2. Vergleiche dich nicht mit anderen

Wenn du deinen Körper im Spiegel betrachtest, dann betrachte auch wirklich deinen Körper. Und zwar losgelöst von dem Erscheinungsbild einer anderen Person, die du auf der Straße, im Gym, beim Einkaufen oder auf Instagram gesehen hast.

Wer sich ständig mit anderen vergleicht, entfernt sich nicht nur von sich selbst, sondern wird auch niemals glücklich sein. Du hast nicht den Bauch von Pamela Reif oder eine Nase wie Cameron Diaz. Du bist du! Und das ist auch gut so! So wie du bist, bist du nämlich unglaublich wundervoll & wertvoll.

Also höre auf, dich zu vergleichen und beginne damit, deine ganz individuelle Schönheit zu würdigen.

3. Sei für jeden Zentimeter dankbar!

Wenn du die ersten zwei Schritte gegangen bist, wirst du um diesen nicht mehr herumkommen. Vielleicht bist du ihn auch schon ganz automatisch mitgegangen.

Je mehr du dich nämlich mit deinem eigenen Körper beschäftigst, umso stärker wirst du auch erkennen, wie toll er eigentlich ist & für was du ihm alles dankbar sein kannst.

Überleg einmal: Dein Herz schlägt am Tag etwa 120.000 Mal für dich, deine Augen können 7 Millionen Farben unterscheiden und deine Lunge saugt täglich 12.000 Liter Luft ein, nur um dir daraus den lebensnotwendigen Sauerstoff zu beschaffen. Ich mein, wie toll ist dein Körper bitte?!

Setze dich deswegen jeden Morgen für wenige Minuten hin und schreibe dir fünf Dinge an deinem Körper auf, für die du dankbar bist. Vom Flimmerhärchen über die Augenbrauen bis hin zum großen Zeh – es kann wirklich alles sein!

4. Mache Sport aus Spaß

An diesem Punkt hat es laaaange bei mir gehapert. Ich habe Sport eine Zeit lang nur als Möglichkeit gesehen, meinen Körper optisch zu verändern. Ich war immer nur auf Leistung aus. Der Spaß kam dabei völlig zu kurz.

Dabei sollte es beim Sport doch vor allem darum gehen, Freude an der Bewegung zu entwickeln und ihm damit etwas Gutes zu tun.

Anstatt im Gym also mit der Intention “Ich renne jetzt 20 Minuten” aufs Laufband zu gehen, sucht euch lieber einen Sport, der euch auch wirklich gefällt. Ich habe zum Beispiel das Tanzen für mich wiederentdeckt und gehe jetzt ab und zu in einen Barre-Kurs.

Außerdem bin ich bei der Suche nach einer Sportart, bei der ich mich mit meinem Körper verbinde, zum Yoga gekommen. Bis heute rolle ich regelmäßig meine Matte aus. Weiß mittlerweile jedoch: Yoga ist kein Sport!

5. Nutze Yoga zur Entschleunigung

Damit wären wir dann auch schon bei dem letzten Punkt, dem Yoga.

Ich kann euch wirklich nur dazu ermutigen, die Praxis ein oder besser noch zwei/drei Mal auszuprobieren. Setzt dabei aber bitte nicht auf “Power Yoga Workouts”, sondern sucht euch einen Stil aus, der Körper & Seele wieder in den Einklang bringt.

Selber habe ich eine Ausbildung im “Tantric Hatha Yoga” gemacht und muss sagen, dass mir diese Form dabei geholfen hat, zu entschleunigen und zurück zu mir zu finden. Für euch habe ich passend dazu dieses Tutorial aufgenommen.

Ich habe erkannt, dass ich Yoga nicht dafür “ausnutzen” sollte, um Muskeln in den Armen und im Bauch aufzubauen, sondern es dafür zu nutzen, zu einem positiven Körpergefühl zu gelangen.

In der Hoffnung, dass ich euch mit meinen Tipps etwas helfen & unterstützen konnte: Namasté!

Lasst mir auf Instagram doch gerne Feedback unter meinem neuesten Post da. Ich würde mich freuen, Anregungen, Lob & Kritik von euch zu erhalten.

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