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Staufen im Breisgau: Warum ihr hier unbedingt urlauben solltet

Vor 15 Jahren betrat ich zum allerersten Mal das schöne Staufen im Breisgau und verliebte mich schlagartig. Der einzigartige Charme des kleinen Städtchens zog mich sofort in seinen Bann. Noch nie hatte ich eine so bezaubernde Altstadt wie diese gesehen.

Bis heute schlägt mein Herz für Staufen. Klingt kitschig, ist auch so. Passt aber auch irgendwie. Schließlich könnte das Städele mit seiner Burgruine und all den historischen Häusern glatt einem Märchen entspringen.

Staufen – eine Stadt wie aus dem Grimm’schen Bilderbuch

Wer sich durch die kleinen Gassen bewegt, taucht binnen Sekunden in eine andere Zeit ein. Er schlendert an einer Apotheke von 1778 vorbei, steht einen Augenblick später vor dem Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und hat dabei stets einen freien Blick auf die Burg von 1100.

Ich liebe Staufen ganz besonders für die Idylle, die es ausstrahlt. Die Weinberge, die die Stadt umgehen haben einfach etwas magisches. Das Bächle, das durch die Fußgängerzone plätschert, wirkt super beruhigend. Und wenn man dann auch noch beim Sonnenuntergang im Biergarten des Weinguts Landmann sitzt, ist der Urlaubs-Flair perfekt.

Die vegane Extrawurst zwischen Schäufele & Co.

Ein weiterer Tipp von mir: Einfach mal durch die Weinberge wandern und anschließend in eines der wundervollen Restaurants einkehren. Davon hat Staufen einige. Kein Wunder, wird das “Vespern” hier doch groß geschrieben. Im Breisgau wird noch genossen. Gut bürgerlich. Traditionell. Aber auch – ich wollte es anfangs ja kaum glauben – vegan.

Als ich vor wenigen Wochen mit meinem besten Freund in Staufen urlaubte, suchten wir uns an unserem ersten Abend den “Hirschen” – ein Hotel & Restaurant mitten im Stadtkern – aus. Ein Blick auf die Karte verriet mir: Hier setzt man auf kulinarische Klassiker wie Schäufele und elsässer Wurstsalat. Nicht unbedingt das, was ich als Veganerin präferiere. Doch es dauerte keine Minute, da brachte mir der Wirt einen Zettel aus der Küche. “Unser Koch hat sich da etwas ausgedacht”, sagte er.

Ich war baff. Noch nie habe ich es erlebt, dass ein Koch mit einer solchen Selbstverständlichkeit und Spontanität ein veganes Gericht extra für mich kreiert. Wow!

Wenig später saß ich strahlend vor einem Teller “grillierter Zucchini mit Ratatouille und frischem Spargel, garniert mit Feldsalat und Pinienkernen”. YUMMY!! 😋

Freiburg, Frankreich, Freedom

Staufen ist übrigens nicht nur ein schönes Reiseziel an sich, sondern auch der perfekte Ausgangspunkt für viele weitere. Hier unten hat man einfach alle Freiheiten. Mal eben nach Frankreich? Kein Problem! Ein Abstecher in den Hochschwarzwald? Los geht’s!

Mein absolut größter Tipp: Fahrt unbedingt nach Colmar ins Elsass! Die Stadt besteht zu großen Teilen aus Bauwerken aus dem 15. und 16. Jahrhundert und dient als Inspiration für “Belles Dorf” – der Märchen-Flair liegt also auch hier in der Luft.

Mit dem Auto erreicht ihr Colmar innerhalb von 50 Minuten und könnt hier anschließend wirklich wundervolle Stunden verbringen. Trinkt einen Café au Lait am zentralen Place de la Cathédrale, schlendert durch die süßen Gassen oder macht eine Bootstour durch “Petite Venise” (dt. Klein-Venedig).

Oh Freiburg, du Schöne!

Einen anderen Tag solltet ihr für Freiburg einplanen. Für mich eine der schönste Städte Deutschlands. Würde ich nicht in Hamburg wohnen, ich wäre schon längst in die Stadt im Breisgau gezogen.

Meine Hotspots in der Innenstadt sind: der Biergarten auf dem Schloßberg mit Blick über die Stadt, der “Lust auf gut“-Concept-Store mit hübschen Stücken aus dem Bereich Fashion & Interior (und veganem Eis!), natürlich das Münster mit seiner gotischen Architektur und das Augustinermuseum mit wechselnden Sonderausstellungen.

Vom Schloßberg aus habt ihr eine herrliche Sicht über die Stadt – inklusive Blick aufs Schwabentor, das Münster und all die historischen Häuser.

Neu entdeckt habe ich in diesem Jahr das mamahé – ein kleiner Bowl-Laden mitten in der Stadt, den ich vor allem für seine Desserts empfehlen möchte. Coconut Black Rice Pudding, Peanut Butter & Pumpkin Energy Balls, Banana Bread und Cheesecake Style Cream – ich konnte mich bei all den pflanzlichen (& glutenfreien) Treats kaum entscheiden. 👌🏻 🤤

“Nicht-Veganer” kommen übrigens in der Confiserie Gmeiner auf ihre Kosten – eines der renommiertesten Konditoreibetriebe Europas. Torten aller Art, feinste Schokolade und richtig guter Kaffee gehören seit 100 Jahren zum Erfolgsrezept.

Nach Freiburg kommt ihr mit dem Auto innerhalb von einer halben Stunde. Allerdings ist das Parken hier nicht gerade billig. Mit dem Zug seid ihr daher nicht nur schneller, sondern auch viel kostengünstiger unterwegs. In der Kur-Taxe ist nämlich ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr inbegriffen.

Von Staufen direkt in den Schwarzwald

Einen weiteren Daytrip solltet ihr unbedingt in Richtung Schluchsee unternehmen. Nehmt euch Rothaus als Ziel vor und macht einen Schlenker nach St. Blasien. Hier steht ein Dom aus weißem Mamor mitten in den Bergen. Der Anblick ist so unglaublich, dass ich mich kneifen musste, als ich das erste Mal auf dem Platz davor stand.

Weißer Mamor en masse – im Inneren des Doms komme ich aus dem Staunen nicht heraus.

In Rothaus erwartet euch anschließend die Brauerei mit Shop, Museum und Biergarten. Für Touren könnt ihr euch im Voraus online anmelden.

Außerdem macht es einfach Spaß, durch die Natur zu flitzen, Wasserfälle zu entdecken, den Blick schweifen zu lassen und auf einen Kaffee in Titisee-Neustadt zu halten.

Ich könnte noch eeeewig weiterschreiben und euch erzählen, was ihr noch alles unternehmen könnt. Aber ich versuche mich einmal kurz zu fassen und gebe euch noch drei weitere Tipps mit auf den Weg:

  1. Fahrt zum Château du Haut-Kœnigsbourg, wenn ihr auf Burgen und Schlösser steht und ein bisschen “Game of Thrones”-Luft schnuppern wollt.
  2. Schaut, welche Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein gerade aktuell ist.
  3. Besucht die Sommerrodelbahn in Todtnau.

HAPPY VACAY!

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