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Rezept: Blaubeer-Creme-Tartelettes (vegan & zuckerfrei)

Als ich ein kleines Kind war, fuhr meine Oma Karla mit mir jeden Sommer in die Bickbeeren – also auf die Blaubeer-Plantage. Bei bestem Wetter wanderten wir von Strauß zu Strauß und pflückten die schönsten Exemplare in unsere Eimerchen.

Zuhause durfte ich es mir dann auf der Terrasse gemütlich machen, während meine Oma die Beeren säuberte und sie mir in ein kleines Schälchen umfüllte.

Schließlich saßen wir zusammen in der Sonne, naschten unsere “Beute” und genossen den Moment.

Ab Juli heißt es: Blaubeer-Saison!

Was ich mit diesem Schwenk aus meiner Kindheit sagen möchte: “Bickbeeren” gehören für mich zum Sommer. Und da bald schon die Saison startet, habe ich mich in den letzten drei Wochen darum bemüht, ein Rezept zu kreieren, das einfach himmlisch schmeckt und jedem genau diesen Genussmoment schenkt, den ich damals mit meiner Oma hatte. 💙

Es brauchte ein paar Anläufe, doch nun kann ich euch das fertige Rezept für meine Blaubeer-Creme-Tartelettes präsentieren.

Die kleinen Törtchen sind wie immer vegan und kommen ganz ohne Zucker aus. Für die natürliche Süße sorgen ein paar Spritzer Agavendicksaft und natürlich die Blaubeeren. Diese machen die Creme auch besonders fruchtig. Frisch wird’s durch den Saft einer Zitrone.

Zitat meines Freundes zu der Creme: “Die schmeckt wie ein Blaubeer-Fruchtzwerg.” Und: “Haben wir noch mehr davon?” 😄

Blauer wird’s nicht? Oh doch!

Natürlich färben die Blaubeeren die Creme auch schon etwas ein. Wer seinen Törtchen jedoch den absoluten Farb-Kick verpassen möchte, der sollte zu dem natürlichen Farbpulver von “Eat a Rainbow” greifen.

Anders als herkömmliche Lebensmittelfarben kommen die Pulver ganz ohne Emulgatoren oder ähnlichen Chichi aus. Es handelt sich bei ihnen um färbende Lebensmittel – gewonnen aus Obst, Gemüse und essbaren Pflanzen. Auf den Verpackungen stehen daher keine unaussprechlichen Wörter und E-Nummern sondern schlicht und einfach “Kirsche” oder “Karotte”.

Außerdem steht dort noch ein weiteres Wort, das mich sofort überzeugte. Und zwar “vegan”. Denn klar: Was lediglich aus Obst und Gemüse besteht, kann ja nur rein pflanzlich sein. I LIKE! ❤️ 🧡 💛 💚 💙 💜

Die Pulver bekommt ihr in sechs verschiedenen Farben. Für meine Törtchen habe ich die violette Variante gewählt. Ihr könnt euch aber auch gerne an meinem pinken Cheesecake austoben und ihn zum Beispiel gelb einfärben. Dafür müsstet ihr das Pitaya-Pulver lediglich durch dieses hier ersetzen. Bake the rainbow. Eat a rainbow. 🌈

Von der Creme zum Boden

Während die Creme fruchtig-frisch ist, schmeckt der Boden ganz schön nussig. Das liegt daran, dass ich komplett auf Mehl verzichtet und stattdessen zu gemahlenen Mandeln gegriffen habe. So bekommen wir noch die extra Portion an gesunden Fetten, Magnesium und Vitamin E.

In Kombination mit veganer Butter oder Margarine ergibt sich ein geschmeidiger Teig, der sich wirklich einfach verarbeiten lässt. Aber Achtung: Böden auf Nussbasis verbrennen im Ofen schnell. Deswegen lasst sie nicht länger als 12 Minuten backen. Sobald der Rand gold-braun ist, könnt ihr sie getrost herausnehmen.

(Ich habe übrigens diese Förmchen von Kaiser benutzt.)

Zusammenfassung der Blaubeer-Törtchen

Die fertigen Blaubeer-Creme-Tartelettes sind …
… vegan
… frei von raffiniertem Zucker
… komplett ohne Mehl gemacht
… voll von Antioxidantien, Magnesium und Ballaststoffen
… die perfekte Kombination aus nussig und fruchtig

Wie immer freue ich mich darüber, wenn ihr mir eure Kreationen via Instagram schickt oder mich auf euren Fotos verlinkt. Ich bin schon ganz gespannt auf euer Feedback! Viel Spaß beim Backen! xx, T 💕

Kleiner Tipp: Sollte bei euch etwas Creme übrig bleiben oder ihr habt keine Lust, die Böden zu backen, dann füllt die Masse einfach in ein hübsches Dessert-Glas und stellt es in den Kühlschrank. Nach etwa einer Stunde habt ihr einen leckeren “Fruchtzwerg”, den ihr mit Granola und frischen Blaubeeren essen könnt. 😋

Blaubeer-Creme-Tarteletts (vegan & zuckerfrei)
Zubereitungszeit
45 Min.
 

Diese kleinen Törtchen sind perfekt für den Sommer: Sie sind fruchtig-frisch, super leicht und kommen ganz ohne Zucker aus. Außerdem sind sie vegan. Enjoy!

Gericht: Dessert, Kuchen
Portionen: 5 Stück
Zutaten
für den Boden
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 75 g Margarine geschmolzen
  • 3 TL Agavendicksaft
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
für die Creme
  • 125 g Cashews eingeweicht
  • 35 g Dinkelgrieß
  • 170 ml Wasser
  • 120 g Heidelbeeren
  • 65 g Agavendicksaft
  • 1 Zitrone
  • 2 TL lila Farbpulver von "Eat a rainbow"
  • 2 TL Agaragar
  • 60 ml Wasser
Anleitungen
  1. Weicht eure Cashews über Nacht – oder mindestens sechs Stunden vorher – in Wasser ein.

Der Teig für die Tarteletts
  1. Gebt die gemahlenen Mandeln, den Agavendicksaft, das Salz und das Natron in eine Rührschüssel. Bringt eure Margarine in der Mikrowelle (oder im Ofen) zum Schmelzen und gebt sie zu den anderen Zutaten. Rührt den Teig mit einem Handmixer durch.

  2. Rollt aus eurem Teig eine große Kugel und legt sie für ca. 10 Minuten in den Kühlschrank.

  3. Fettet in der Zwischenzeit eure fünf Förmchen (Ø 10 cm) ein.

  4. Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und teilt ihn in fünf gleich große Stücke auf, die ihr erneut zu Kugeln formt.

  5. Drückt jeweils eine Kugel auf den Boden eines Förmchens und zieht den Teig an den Seiten hoch. Achtet darauf, dass sich alles schön gleichmäßig verteilt.

  6. Stellt die Förmchen für weitere 20 Minuten in den Kühlschrank und heizt euren Backofen auf 180 Grad Umluft vor.

  7. Stellt die gekühlten Förmchen auf ein Backblech, legt etwas Backpapier über den Teig und beschwert es zum "Blindbacken" mit Hülsenfrüchten oder Blindbackperlen.

  8. Backt eure Tartelettes für ca. 12 Minuten – bis der Rand schön gold gebacken ist.

  9. Zwischen-Step für die Creme während die Böden im Ofen sind: Bringt 170ml Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen und rührt nach und nach 35g Dinkelgrieß unter. Kocht den Grieß für 1-2 Minuten auf, nehmt den Topf von der Herdplatte und lasst den Brei in Ruhe quellen.

  10. Achtet unbedingt darauf, dass ihr eure Törtchen rechtzeitig aus dem Ofen holt. Böden auf Nuss-Basis können schnell verbrennen!

  11. Lasst eure fertigen Törtchen etwas abkühlen und holt sie vorsichtig aus den Förmchen heraus. Stellt sie auf einem Teller oder Tablett zur Seite.

Die Blueberry-Creme
  1. Gebt alle Zutaten der Creme bis auf das Agaragar und die 60ml Wasser in euren Standmixer und rührt alles für etwa eine Minute durch. (Euer Grießbrei sollte im gequollenen Zustand 150g wiegen.)

  2. Kocht das Agaragar mit dem Wasser in einem kleinen Topf für 1-2 Minuten auf. Gebt es zu der Creme in den Mixer und stellt ihn für ca. 30-50 Sekunden an.

  3. Füllt die Creme nun schnell in die Tartelettes, bevor das Agaragar kalt und die Masse fest wird. (Wer noch ein paar Blaubeeren in die Creme drücken möchte, sollte es übrigens jetzt machen.)

  4. Stellt die Tartelettes vor dem Verzehr für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Bestreut sie mit ein paar Kokosraspeln oder eurer eigenen Deko. Bon Appetit!

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