Health,  Home,  Lifestyle

Histamin & Sport – geht das überhaupt?

Es ist jetzt genau ein Jahr her, dass ich euch von meinem neuen Fitness-Journey erzählt habe. Damals stand ich an einem Punkt, an dem ich mir eingestehen musste, dass das mit dem Sport (& dem Histamin) nicht mehr ganz so funktionierte wie ich wollte. War ich es in den Monaten zuvor noch gewohnt gewesen, drei bis fünf Mal pro Woche ins Gym zu gehen, war ich hier plötzlich viel weniger zugange.

An mangelnder Motivation lag das nicht. Ehrlich! Aber es ging einfach nicht mehr. Jedes Mal, wenn ich am Trainieren war, schwoll mir der Hals zu. Meine Kehle wurde trocken. Ich bekam schlechter Luft. Also genau die Symptome, die ich auch bekam, wenn ich histaminreich gegessen hatte. Zufall?

Wohl kaum! Sport hat einen direkten Einfluss auf die Produktion von Histamin. Wer heftig trainiert, sorgt für eine heftige Ausschüttung des biogenen Amins. Das ist bei jedem so. Problematisch wird es allerdings, wenn man eine Intoleranz hat. Dann sorgt der erhöhte Histaminspiegel nämlich für Hautausschlag, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und andere unangenehme Symptome. Oder wie bei mir für den zugeschwollenen Hals.

Monatelang konnte ich mein Training nicht mehr genießen. Sobald ich nach zehn Minuten vom Laufband stieg und zu einem Gewicht griff, meldete sich das Histamin – und blieb meist bis zu einem Tag.

Dennoch wollte ich mich nicht geschlagen geben. Denn gar keinen Sport zu machen, kam für mich auch nicht in Frage. Trotzdem war mir bewusst: Um wirklich zu heilen, musste ich etwas an meinem Training ändern. Ich probierte mich also aus.

Es gibt keine „Regeln“, welche Sportarten bei einer Histaminintoleranz geeignet sind und welche nicht. Das ist nämlich abhängig von dem Fitnesslevel des Betroffenen. Wer sein Leben lang zum „Team aktiv“ gehörte, wird körperliche Belastung besser wegstecken können als Couchpotatoes und daher auch weniger mit dem Anstieg des Histaminspiegels zu kämpfen haben.

Trotzdem kann ich aus Erfahrung sagen: Moderate Sportarten habe ich stets viel besser vertragen (und ich zähle mich übrigens zu dem „Team aktiv“). Anstatt wie wild auf dem Laufband zu rennen, habe ich mir angewöhnt, leicht zu joggen. Statt zu den schweren Gewichten zu greifen, fing ich an, verstärkt auf Übungen mit Eigengewicht zu setzen. Hampelmänner und Squat-Jumps ließ ich gleich ganz bleiben. Ich spürte einfach: Sobald mein Puls in die Höhe schoss, tat es auch das Histamin.

Mein Rat lautet also: Testet aus, wo eure persönliche „Histamin-Grenze“ liegt. Sucht euch einen Sport, der euch Spaß macht und schaut, bis zu welchem Grad ihr ihn vertragt, ohne dass ihr ein Symptom auslöst. Das heißt zum Beispiel, dass ihr im Fitnessstudio genau auf euren Körper hört und ihn bzw. euch fragt: Mache ich wirklich den HIIT-Kurs mit oder bleibe ich beim Zumba? Stemme ich extreme Gewichte oder komme ich auch mit Liegestütz an mein Ziel?

Über diesen Weg fand ich schließlich zum Yoga und bin damit glücklicher denn je. Die Praxis aus herabschauendem Hund und Co. ist nämlich nicht nur eine wundervolle Option, um sich zu bewegen, sondern hilft gleichzeitig auch noch beim Stressabbau, was wiederum den Histaminspiegel niedrig hält und sorgt für eine günstige Zusammensetzung unserer Darmbakterien. (Hier mehr dazu.) Das nenne ich mal „drei Fliegen mit einer Klappe“.

Mittlerweile habe ich einen wundervollen Mix aus Yoga und Pilates für mich entdeckt und halte mich damit fit. Aber wie bereits gesagt: Jeder muss für sich selber schauen, welchen Sport er verträgt und welchen nicht.

Wer mit mir zusammen Yoga machen möchte, kann übrigens gerne einen meiner Online-Classes besuchen. Den Kursplan und die Tickets gibt’s hier und dann heißt es nur noch: Matte ausrollen & go with the flow.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.