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Food Facts: Die geheimen Superkräfte von Nüssen

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Auch wenn ich am Morgen eh schon ein paar Nüsse in mein Frühstück integriere, greife ich – ganz besonders in der Winterzeit – auch am Nachmittag noch einmal zu Cashews, Mandeln und Co. Ich bin einfach völlig vernarrt in diese kleinen Kraftpakete!

Klar, das liegt vor allem daran, dass sie mir so gut schmecken. Om nom nom. Aber wenn ich dann auch noch überlege, dass ich mir beim Naschen etwas Gutes tue, bin ich totally nuts!

Nüsse sind schließlich eines der gesündesten Lebensmittel der menschlichen Ernährung! Auf kleinstem Raum findet man einen gigantischen Gehalt an Protein, ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Vitaminen sowie eine dichte Konzentration an Mineral- und sekundären Pflanzenstoffen.

All das sorgt dafür, dass mit dem regelmäßigen Verzehr von Nüssen nicht nur eine höhere Lebenserwartung einhergeht, sondern auch ein gesenkter Cholesterinwert sowie ein niedrigeres Risiko für Herzerkrankungen.

Und wusstet ihr, dass zum Beispiel Erdnüsse für gute Laune sorgen? Ich nicht! Generell bin ich verblüfft darüber, was die unterschiedlichen Sorten alles können. In jedem Buch, das ich lese, erfahre ich einen neuen spannenden Fakt.

Die beeindruckendsten habe ich hier für euch zusammengefasst.

Nüsse machen glücklich!

Es gibt so Tage, an denen kann ich nicht anders, als mir ein Glas Peanut-Butter aus der Küche zu holen und ein paar Löffel davon zu naschen. Dann sitze ich auf der Couch und erfreue mich meines Lebens.

Lange Zeit dachte ich, meine Laune würde vor allem steigen, weil ich so auf den Geschmack stehe. Jetzt weiß ich’s jedoch besser: In Erdnüssen ist jede Menge Tryptophan enthalten – jene Aminosäure, die die Produktion unseres körpereigenen Glückshormons Serotonin anregt.

Wenn ich also fröhlich meine Peanut-Butter löffle, sorge ich dafür, dass mein Serotoninspiegel auf einem hohen Niveau gehalten wird und ich glücklich bleibe. Wenn das mal keine gute Nachricht für alle #peanutlover ist 🥜💛

Noch mehr Tryptophan steckt übrigens in Cashews. Während in 100 Gramm Erdnüssen 320 mg stecken, sind es bei den gebogenen Nüssen sogar 450 mg. (Wie gut, dass es auch Cashew-Butter gibt 😉.)

… noch mehr Gründe, Peanut-Butter zu essen

Und da wir gerade schon bei meiner geliebten Peanut-Butter sind: An der Harvard University hat man herausgefunden, dass Erdnussbutterkonsum das Herzinfarktrisiko um 50% senken kann. Außerdem schützt er ebenfalls vor fibrozystischer Mastopathie. In einer Studie, die mit heranwachsenden Mädchen durchgeführt wurde, hatten diejenigen, die ein oder mehrere Portionen Erdnüsse pro Woche aßen, ein beträchtlich niedrigeres Risiko, in der Brust einen Knoten zu entwickeln.

Walnüsse lösen den Hirnschnupfen

Und alle so: “Hirnschnupfen?! Was soll denn das sein?!”.

Bevor in eurem Kopf jetzt eklige Bilder entstehen (hahaha, ich stelle mir gerade ein Gehirn mit grünem … ach vergesst es…), erkläre ich lieber schnell, was hinter dem Begriff steckt.

Das Wort “Hirnschnupfen” führt Wissenschaftsjournalist Bas Kast in seinem Buch “Der Ernährungskompass” ein, während er über die Ursachen von Übergewicht schreibt.

Er erklärt, dass Übergewicht meist mit einer Entzündung des Gehirns einhergeht. Etwa so, als sei es “verschnupft”. Schließlich könne es dadurch die Sättigungsgefühle nicht mehr “riechen”. Der Betroffene hat also dauerhaft Hunger und futtert sich noch mehr Übergewicht an, anstatt es erfolgreich zum Schmelzen zu bringen.

Dieser “Schnupfen” – also die Entzündung – lässt sich jedoch mit Omega-3-Fettsäuren lindern. Dieser Nährstoff steckt vermehrt in Walnüssen.

Walnüsse helfen also – mal ganz einfach gesagt – beim Kampf gegen Übergewicht.

Depressionen adé

Da wir gerade schon bei Omega-3-Fettsäuren sind, möchte ich kurz noch bei diesem spannenden Thema bleiben. Mich fasziniert es nämlich absolut!

Vor allem seitdem ich weiß, dass diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren das Schmieröl unseres Gehirns sind, vernasche ich darüber ein Buch nach dem nächsten. Und natürlich kiloweise Walnüsse. 😅

Besonders spannend finde ich die Ergebnisse einiger Studien, die beweisen, dass Omega-3 die Stimmung stabilisiert und gegen Depressionen – sowie gegen die einhergehenden Symptome wie Antriebslosigkeit, Angst und Schlaflosigkeit – wirkt.

Man hat herausgefunden: “Je mehr Omega-3 in der üblichen Ernährung von Menschen enthalten ist, desto geringer ist ihre Tendenz, deprimiert zu sein.”* Bei einem Test von Dr. Puri (einem Spezialisten für biologische Psychiatrie am Hammersmith Hospital London) hat sich sogar die gesamte Gehirnstruktur eines Patienten verändert, dem er täglich Omega-3-Fettsäuren verabreichte. Das finde ich wirklich so krass!

Wie bereits gesagt: In der Welt der Nüsse ist die Walnüsse an der Omega-3-Spitze. Blickt man jedoch über den Tellerrand und bezieht auch Samen mit in seinen Speiseplan ein, sind Leinsamen ungeschlagen!

Einheizen mit Macadamia und Co.

Wer im Winter so eine Frostbeule wie ich ist, der sollte genau jetzt damit anfangen, täglich seine empfohlene Handvoll Nüsse zu essen. (Diese Richtmenge ist im 13. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung festgehalten.)

Regelmäßiger Verzehr von Macadamia, Mandeln, Walnüssen und Co. erhöht nämlich die Thermogenese, was zur Wärmebildung unseres Körpers führt.

Mandeln puffern Magensäure

Wer von euch Probleme mit Sodbrennen hat, der sollte jetzt hellhörig werden: Mandeln sind eines der besten Hausmittelchen.

Tatsächlich muss man die Nüsse einfach nur langsam kauen (und natürlich herunterschlucken), damit die ausgelösten Fette die Magensäure in der Speiseröhre neutralisieren.

Ich mache mir manchmal einen Hafer-Bananen-Schleim und toppe ihn mit Mandeln, wenn ich leichtes Sodbrennen habe. Da habe ich dann nämlich gleich die dreifache Power an Anti-Übles-Aufstoßen.

Nüsse bei einer Histaminintoleranz

Nicht immer konnte ich mich austoben und alle Nüsse essen. Während ich an einer Histaminintoleranz litt, musste ich aufpassen, zu welcher Sorte ich griff. Walnüsse gingen leider gar nicht. Cashews vertrug ich hingegen bestens.

Unbedenklich sollten auch Macadamia- und Paranüsse sein. Sie haben einen geringen Histamingehalt. Mandeln konnte ich nach kurzer Zeit auch wieder genießen. Genauso wie Pekan- und Erdnüsse. Vorsichtig musste ich lange Zeit bei Haselnüssen und Pistazien sein. Und das obwohl man über Pistazien eigentlich sagt, dass sie trotz einer HIT verträglich seien.

Daran sieht wieder einmal: Jede Histaminintoleranz ist komplett individuell. Verlasst euch nicht auf irgendwelche Listen, sondern schreibt eure ganz eigene. Hier könnt ihr meine zwar zur Inspiration finden, aber bitte nutzt sie wirklich nur zur Orientierung. Es kann nämlich sein, dass ich mit Mandeln kein Problem hatte, ihr aber schon.

*„Die neue Medizin der Emotionen“ von David Servan-Schreiber

Foto: Monika Grabkowska via unsplash

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