Home,  Soul

Histaminintoleranz: Verhinderten meine Gedanken die Heilung?

Gerade sitze ich in Canggu im Café (ich liebe The Shady Shack) und genieße meine Cocoa Dream Smoothie Bowl.

Vor etwa einem Monat hätte ich das noch für unmöglich gehalten. „Das vertage ich doch eh nicht“, war mein Standardsatz.
Kakao, Banane, Cashewmus, Kokoschips? Und das auch noch alles auf einmal, in nur einer Bowl?! „Das ist ja ein totales Histamin-Overload. Das geht nicht!“, hätte ich gesagt.

Aber siehe da: Es geht. Und wie!! Jeder Löffel ist purer Genuss.

Ich denke dabei aber nicht nur „yummy“, sondern frage mich auch, ob ich wirklich erst jetzt geheilt bin oder ob ich es schon viel früher gewesen wäre, hätte ich die Heilung mit meinem Mindset nicht verhindert.

Denn ja, sicherlich war mein Darm kaputt und ich musste ihn mit Präbiotika und Co. wieder herstellen. Aber seitdem ich hier auf Bali bin und mein Yoga Teacher Training bei The Practice mache, denke ich immer wieder darüber nach, inwiefern ich mir vielleicht selber im (Genesungs-)Weg stand.

In den Yoga Classes lernen wir nämlich immer wieder: „Ich bin nicht meine Gedanken.“

Das deckt sich auch mit dem Rat von Eckhart Tolle. „Anstatt deine Gefühle und Gedanken zu sein, sei das Bewusstsein dahinter.“

Aber ja, die letzten Monate war ich viel zu sehr in Gedanken. In negativen noch dazu. In meinem Kopf drehte sich alles um die Histaminintoleranz. Ich war die Histaminintoleranz. Ich identifizierte mich viel zu sehr mit ihr.

Im Supermarkt unterschied ich zwischen histaminarmen und -reichen Lebensmitteln. Im Restaurant traute ich mir nur die Pommes zu. Und zu Hause machte ich immer wieder zum Thema, wie schlecht es mir ging.

Ich war gefangen in einem Strom aus Gedanken, der meine Krankheit aufrecht erhielt. Er zog mich immer und immer wieder in die Misere hinein. Da konnte ich noch so gegen anpaddeln, es half nichts.

„Wenn wir unseren Gedanken glauben, anstatt dem, was für uns wirklich zutrifft, erleben wir die Art von emotionaler Not, die wir Leid nennen“, schreibt Byron Katie in Loving What Is. „Leid ist ein natürlicher Alarm, der uns warnt, dass wir an einem Gedanken festhalten; Wenn wir nicht zuhören, werden wir dieses Leid als einen unvermeidlichen Teil des Lebens akzeptieren.“

Zurückblickend muss ich tatsächlich zugeben: Ich hielt an dem „das kann ich doch eh nicht essen“ viel zu sehr fest. Ich war zu sehr Gedanke, zu sehr Krankheit, als das Bewusstsein – mein höchstes Selbst – dahinter.

Also ja. Ich glaube schon, dass ich die Krankheit bis zu einem gewissen Grad selber aufrecht erhielt. Erst als ich für mich entschied, „Ich bin geheilt“, durchbrach ich den Gedankenstrom und löste so all das Leid auf. Das ist mir jetzt bewusst geworden.

Am höchsten Zustand des Bewusstseins – dem Samadhi – bin ich trotzdem noch nicht angekommen. Dafür fehlen mir noch einige Yoga-Klassen und Meditationen. Aber hey, meine gewonnene Einsicht bringt mir immerhin schon diese geile Smoothie Bowl ein, die ich jetzt – bitte verzeiht! – genüsslich aufessen werde. Yummers!

Wer übrigens meinen kompletten Heilungsweg lesen möchte, kann das hier tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.