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Spiegelarbeit: So stärkst du dir selbst den Rücken

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Es gibt Momente im Leben, da will man alles einfach hinschmeißen.

Und ich glaube auch, dass diese Augenblicke ihre Berechtigung haben. Unser Leben kann nicht immer nur aus Höhenflügen bestehen. Wir müssen auch die Tiefen kennenlernen, um einen Sinn dafür zu entwickeln, was nun besonders toll und was wiederum fürchterlich ist.

Ich selber habe auch so einige Sturzflüge hingelegt. Es gab Zeiten, da war ich mehr als nur am Boden und sah keinen Ausweg. Ich hatte das Vertrauen in mich selbst verloren. Ich fühlte mich schwach. Jegliche Hoffnung hatte mich verlassen.

Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

Doch heute sitze ich hier. Stärker als je zuvor. Denn so abgedroschen „What doesn’t kill you makes you stronger“ auch klingen mag, es stimmt. Man wächst an persönlichen Herausforderungen. Man muss nur wissen, wie man sich aus den Tiefen wieder hochkämpfen kann.

Meiner Meinung nach lautet das Schlüsselwort hier Vertrauen. Einmal in sich selbst und in das Universum.

Wenn man mit der Einstellung „Die Welt ist nicht gut zu mir. Ich werde eh scheitern“, an eine Sache herangeht, dann setzt man das Fundament für eine andauernde Misere.

Vertraut man jedoch in sich, seine Umwelt und seine Fähigkeiten, verliert die Notlage ihre bedrohende, übermächtige Wirkung auf uns. Man gewinnt die Oberhand über sein eigenes Schicksal zurück. Und irgendwie passt es ja auch metaphorisch: Wer selbstbewusst durchs Leben geht, lässt den Kopf nicht hängen. Er streckt die Brust raus, hebt den Kopf und wächst automatisch um ein paar Zentimeter – über sich und seine Misslage hinaus.

Der Weg zu mehr eigener Stärke

Aber wie kommen wir an diesen Punkt? Wie schaffen wir es, mehr Selbstvertrauen aufzubauen?

Ich probiere es gerade mit der Spiegelarbeit.

Wann immer sich in meinem Kopf negative Gedanken ausbreiten, stelle ich mich vor den Spiegel, blicke mir in die Augen und sage klar und deutlich: „Du bist sicher bei dir selbst. Du kannst dir und deinem Körper vertrauen.“ Den Satz spreche ich etwa zehn Mal mit bewussten Atempausen aus.

Das klingt jetzt vielleicht albern. Und ja, manchmal fühle ich mich auch etwas dämlich, wenn ich mit mir spreche. Aber ich merke dabei immer, wie ich mich von Wiederholung zu Wiederholung ein Stückchen mehr aufrichte und mein Selbstvertrauen wächst.

Spiegelarbeit à la Louise L. Hay

Die Methode ist so simpel, dass man sie immer machen und auf so viele Bereiche des Lebens anwenden kann.

Die Lifecoach-Autorin Louise L. Hay bringt einem in ihren Büchern zum Beispiel bei, wie man durch Spiegelarbeit zu mehr Selbstliebe gelangt. Man kann dadurch aber auch Ängste bekämpfen, sich optimistischer stimmen oder lernen, seinen Körper zu lieben und zu akzeptieren. Spiegelarbeit zu leisten bedeutet, an sich und seinen individuellen Baustellen zu arbeiten.

Falsch kann man dabei eigentlich nichts machen. Außer man wählt eine negative Affirmation. Niemals sollte man sich vor den Spiegel stellen und damit beginnen, sich zu kritisieren. Außerdem sollte man auch immer darauf achten, dass man die positiven Aspekte betont. Statt „Ich sehe nicht müde aus“, sollte man lieber „Ich sehe schön wach aus“ sagen.

Wer jetzt immer noch denkt, dass diese Methode völlig bescheuert ist, den erinnere ich gerne daran, wie wir uns als Kleinkinder im Spiegel entdeckt haben. In meinem Fotoalbum gibt es sogar eine Aufnahme, auf der ich mein Spiegelbild küsse. Ich mein, wenn das nicht mal Selbstliebe ist!

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Irgendwann haben wir dann leider nur verlernt, uns so liebevoll zu betrachten. Spätestens im Teenie-Alter schreibt man dem Spiegel nur noch eine funktionelle Rolle zu. Man checkt, ob die Frisur sitzt, wie einem der Pullover steht und ob man nochmal mehr Puder auftragen sollte. Dabei ist der Blick meist eher kritisch und auf die Makel gerichtet. Die eine Strähne muss noch hinters Ohr, der Ärmel muss nochmal hochgekrempelt werden und ja, es fehlt nicht nur Puder sondern auch etwas Rouge.

Mit der Spiegelarbeit bringen wir uns also nur das bei, was wir eigentlich schon einmal draufhatten.

Von Vertrauen über Selbstliebe bis hin zur Gesundheit

Übrigens habe ich das „Gut zureden“ auch auf meine Lebensmittelunverträglichkeiten ausgedehnt. Anstatt meinem Organismus immer und immer wieder zu sagen, was er alles nicht verträgt, habe ich damit begonnen, mir zu erzählen, dass ich alles essen kann und dass mein Darm völlig gesund ist.

Keine Ahnung, ob das jetzt der springende Faktor ist, warum ich tatsächlich wieder alles essen kann, oder ob es an meinen Medis liegt, aber ja: „Ich vertrage alle Lebensmittel.“

Mögliche Affirmationen für Spiegelarbeit

Um euch ein paar Anreize zu geben, was ihr euch vielleicht sagen könnt, wenn ihr das nächste Mal in den Spiegel blickt, habe ich hier ein paar Affirmationen aus dem Buch „Ernährung für Körper und Seele“ für euch gesammelt:

Für mehr Selbstliebe

Ich liebe die Schönheit meines Körpers.

Ich bin gut genug, so wie ich bin. Ich liebe und wertschätze mich.

Ich schenke mir die Freiheit, einfach so zu sein, wie ich bin.

Für mehr Gesundheit

Mein Körper weiß, wie er sich heilen kann.

Von Tag zu Tag fühle ich mich immer gesunder.

Ich weiß, dass ich es verdiene, heil und gesund zu sein.

Für mehr Vertrauen ins Leben

Das Leben liebt mich.

Ich weiß, dass mich auf allen Wegen nur Gutes erwartet.

Pickt euch euren Favoriten heraus oder überlegt euch selber einen Satz. Und dann legt los, ihn täglich eurem Spiegelbild zu erzählen.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. Von mir kann ich nur berichten, dass es mir wirklich gut tut und mich stark beruhigt.

Ich liebe mich. Ich liebe euch. Like totally!

Foto: IG @frahugipp

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