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Gesunder Darm: Über diesen wichtigen Punkt spricht niemand!

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Als ich im April 2019 das erste Mal bei meiner Kinesiologin saß, um meine Histaminintoleranz samt durchlässigem Darm behandeln zu lassen, gingen wir die typischen Anamnese-Fragen durch.

Was hatte ich für Symptome? Wann traten sie auf? Was hatte ich davor eventuell gegessen?

Ich konnte die Antworten schon runterbeten und fühlte mich etwas wie ein Leierkasten. In den letzten Monaten hatte ich bei so vielen Ärzten gesessen und immer wieder die selben Sätze von mir gegeben.

Doch dann kam eine Frage, die mich aus meinem Trott riss. Ich wurde sofort etwas rot. Hatte ich das gerade richtig verstanden?

Aber ja machte ja irgendwie Sinn. Ich mein, das gehörte zum Darm ja auch dazu.

Oh Sch***e, ist das peinlich!

„Wie sieht es mit ihrem Stuhlgang aus?“, wiederholte die Heilpraktikerin.

Ich hatte also richtig verstanden. Es schoss mir gleich noch etwas mehr Blut ins Gesicht.

„Ähm… gut?!“, stammelte ich.

„Das heißt? Wie ist die Konsistenz? Und vor allem: Wie oft gehen sie?“

Ich möchte euch an dieser Stelle ein paar Details ersparen. Ich werde hier jetzt nicht über die Beschaffenheit meiner Poopoo reden. Da müsst ihr keinen Schiss vor haben. (Haha. 😉) Aber den zweiten Aspekt, das „Wie oft“, möchte ich auf keinen Fall auslassen. Er ist nämlich der erste wichtige Schritt in Richtung „gesunder Darm“.

„Naja, so alle vier Tage“, sagte ich und konnte sehen, wie meine Kinesiolgin fast von ihrem Stuhl fiel. „Wie bitte?! Das ist viel zu wenig. Wo lassen Sie denn alles?!“, fragte sie ziemlich entsetzt.

Den ersten Schritt für einen gesunden Darm sollte man in Richtung Klo setzen

Tatsächlich hatte ich mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, ob ich wohl oft genug aufs Klo ging. Und ich möchte an dieser Stelle auch betonen, dass es keine offiziellen Richtwerte gibt. Aber nach dem Gespräch, einigen Recherchen und eigenen Erfahrungen, die ich in der Zwischenzeit gesammelt habe, kann ich euch nur ans Herz (und an den Darm) legen: Ein regelmäßiges Schacka Kacka ist wichtig!

Leider spricht darüber selten jemand. Aber wenn ihr einen gesunden Darm haben wollt – unter anderem eine große Voraussetzung um eine Histaminintoleranz zu „heilen“ und anderen Krankheiten vorzubeugen – dann solltet ihr zusehen, dass ihr ihn öfter als nur alle vier Tage entleert.

Man kann sich das Ganze auch ziemlich einfach so erklären: Wenn ihr euren Hausmüll nur alle paar Tage rausbringt, fängt er auch irgendwann zu stinken und zu faulen an. Je öfter ihr ihn leert, um so weniger Abfall ist darin. Logisch.

So sieht es auch mit unserem Darm aus. Je länger wir den Abfall – also das Essen – in uns haben, umso länger kann er vor sich hingasen und gähren.

Viel schlimmer als böse riechende Pupse ist dabei aber die Tatsache, dass so Giftstoffe, die eventuell in unserer Nahrung und unserem Stuhl sind, mehr Zeit haben, mit unserer Darmschleimhaut in Kontakt zu kommen.

Wer die Belastung also minimieren will, sollte zusehen, dass er seinen Müll öfter entsorgt.

Doch wie soll das Ganze funktionieren? Einfach doller drücken und hoffen, dass jeden Morgen was kommt?!

3 Tipps für eine bessere Verdauung und Darmgesundheit

Mein erster Tipp: Setzt auf Ballaststoffe. Ein günstigeres „Medikament“ kann es kaum geben. Schließlich müsst ihr sie nicht in der Apotheke kaufen, sondern könnt sie ganz einfach mit eurer täglichen Ernährung aufnehmen. Im Idealfall sollten das 10g Ballaststoffe pro aufgenommenen 1000 kcal sein. Heißt: Wenn ihr am Tag etwa 2000 kcal zu euch nehmt, sollten 20g Ballaststoffe sein. Am besten in Form von unlöslichen, wie wir sie besonders in Vollkorn und Reis finden.

Aber auch Obst, Gemüse, Sojabohnen und Haferkleie sollten zu eurer Ernährung gehören. (Wenn ihr sie dann vertragt.)

Die Wirkung von Ballaststoffen geht übrigens auf ihr enormes Quellvermögen zurück. Besonders ist aber auch der Fakt, dass sie der Zerlegung im Dünndarm entgehen und somit im Ganzen im Dickdarm ankommen. Hier werden sie von den Bakterien teilweise in kurzkettige Fette umgeformt, die eine Art Schutzfunktion für die in der Darmschleimhaut angesiedelten Zellen übernehmen. Das kann nicht nur förderlich bei einer HIT sein, sondern kann sogar der Entstehung von Darmkrebs vorbeugen!

Lein(sam)en los!

Leinsamen sind übrigens meine kleine Wunderwaffe. Auf 100g enthalten sie 39g Ballaststoffe. Wenn ich davon also 10 Gramm zu mir nehme – was in etwa drei Teelöffeln entspricht – habe ich ein Fünftel meines Solls bereits gedeckt. (Aber Achtung! Wer Leinsamen konsumiert, sollte über den Tag viel trinken! Sie können nämlich viel Wasser binden und würden sonst den gegenteiligen Effekt – nämlich eine Verstopfung – mit sich bringen.)

Und siehe da: Innerhalb von nur einer Woche merkte ich die ersten Veränderungen in Sachen Häufigkeit der Toilettengänge. Plötzlich ging ich doppelt so häufig zum Klo.

Für die restliche Unterstützung und den nötigen – nennen wir es Flutsch – sorgte schließlich eine Alge.

Mein zweiter Tipp: Chlorella.

Direkt nachdem mir meine Kinesiolgin zu der Grünalge geraten hatte, begann ich sie in Kapselform zu nehmen. 10 Stück am Morgen. 10 Stück am Abend. Das mag jetzt viel klingen, aber bei manchen Präparaten macht es letztendlich die Menge.

Chlorella ist der kleine Hulk unter den „Darmreinigern“. Die leuchtend grüne Farbe verdankt sie dem Chlorophyll, das sich positiv auf die Darmtätigkeit auswirkt. Selbst hartnäckige Verstopfungen kann die Alge im Nu lösen und sorgt so dafür, dass Giftstoffe sich gar nicht erst ansammeln.

Außerdem ist die Pflanze bestens dafür geeignet, auch die Leber zu entgiften.

Ballaststoffe, Algen, Gräser – alles für einen gesunden Darm

Mindestens genauso grün und vielleicht sogar noch etwas wirkungsvoller ist da nur mein dritter Tipp: Gerstengras.

Laut unterschiedlicher Studien werden ihm unzählige Heilkräfte zugeschrieben, die auch unserem Verdauungstrakt zugutekommen. Darmzellen werden entgiftet, unsere Darmflora bei der Regeneration unter die Bakterien gegriffen und Entzündungen in der Schleimhaut reduziert.

Nachdem ich gelesen hatte, dass ein regelmäßiger Verzehr eine Histaminintoleranz lindern kann, begann ich gleich am nächsten Morgen damit, mir nach dem Aufstehen drei Teelöffel Gerstengraspulver in O-Saft zu rühren.

Das ist jetzt etwa vier Wochen her und ja, mir geht es deutlich besser. Natürlich weiß ich nicht, ob ich meine “Heilung” einzig und allein auf den grünen Drink zurückführen kann. Aber es ist schon bemerkenswert, wie sich meine Symptomatik plötzlich “zurückgezogen” hat.

Um aber zu der Frage, „Wie oft?“, zurückzukommen, die bei einer Darmsanierung wirklich entscheidend ist, kann ich jetzt „täglich” sagen.

Wie gesagt, es gibt keine Poopoo-Richtwerte. Aber seitdem ich regelmäßig aufs Klo gehe, fühle ich mich wirklich besser. Ich habe seltenere einen Blähbauch, überhaupt keine Krämpfe mehr und fühle mich fitter, vitaler und nicht so „unter Druck“. Und wie bereits gesagt: Meine Histaminintoleranz scheint es nach und nach auch zu lindern.

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