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14 Dinge, die man über San Francisco wissen sollte, bevor man in die Stadt reist

Irgendwie bin ich nicht so der Typ Mensch, der seine Reisen großartig plant. (Das war bei San Francisco jetzt auch so.)

Klar, ich buche im Voraus meine Flüge und suche nach einer Unterkunft. Und ja, ich gucke auch, welche Sehenswürdigkeiten es in der Stadt gibt, in die ich reisen werden. Aber ich lese keine 1000 Reiseführer oder gucke Dokus oder lese mich durch Foren.

Ich genieße einen Urlaub viel mehr, wenn ich alles auf mich zukommen lasse. Wenn ich in einer fremden Stadt bin, liebe ich es, mich von ihr durch den Tag führen zu lassen. Gefällt mir eine Straße besonders gut, gehe ich sie entlang. Ganz egal, ob sie nun zu den empfohlenen Hotspots gehört oder nicht. Spricht mich eine Parkbank gerade besonders an, setze ich mich und lasse meine Umgebung auf mich wirken.

Pläne, die mir vorschreiben, wann ich mir wo etwas anzugucken habe, gibt es einfach nicht. Viel mehr stehe ich auf den Flair einer Stadt, das Sammeln unterschiedlicher Eindrücke und die Ruhe, die ich mir an meinen freien Tagen verdient habe.

Um trotzdem auf einen Trip vorbereitet zu sein, lese ich wenn überhaupt in verschiedenen Travel-Blogs von „echten“ Erfahrungen.

Hier kommen meine aus San Francisco, damit ihr wisst, was euch – solltet ihr die Metropole bereisen – in etwa erwartet und was definitiv in eurem Koffer sein sollte.

1. Wenn 20 Grad sind, fühlt es sich trotzdem an wie Sibirien

Als ich meinen Koffer für San Francisco packte, guckte ich selbstverständlich in meine Wetter-App, um zu checken, ob ich eher Pullover oder Mini-Kleidchen einpacken sollte. Sonne, 20 Grad. Das sprach für mich nach einem Mix aus leichten Sweatern, Shirts und 7/8-Hosen. Optimistisch wie ich war, landete sogar ein kurzer Rock in meinem Gepäck.

Kurz nach unserer Landung am 2. Mai wurde mir allerdings bewusst: Der Rock und die Shirts werden im Koffer bleiben. In San Francisco ist es nämlich so windig, dass einem schnell kalt ist. Und das sage ich als Hamburgerin, die eine steife Brise gewöhnt ist! 

Auch wenn die Sonne scheint, sollte man bei 20 Grad einen Pullover unter seiner Jacke tragen. Ein Schal ist vor allem am Morgen und am Abend auch nicht dumm. 

2. Ihr werdet in San Francisco eine Mütze brauchen

Zum Schal kann man sich dann auch gleich noch eine Mütze aufsetzen. Der Wind pfeift einem nämlich so sehr um die Ohren, dass sie einem fast abfallen.

Vor allem wenn ihr vorhabt, in einem offenen Doppeldecker über die Golden Gate Bridge zu fahren und euch in Küstennähe aufzuhalten, solltet ihr euren Kopf schützen. 

Weil mich niemand vorgewarnt hatte, schmerzten mir am ersten Abend die Ohren ganz schön. Es fühlte sich an, als wäre der Wind links rein und rechts wieder raus gezogen.

Kleiner Shopping-Tipp: In Chinatown könnt ihr für kleines Geld coole SF-Mützen kaufen, die besser als jedes andere Souvenir sind.

Witzigerweise sind Mützen zu meinen Standard-Souvenir geworden. Michigan, Chicago, San Francisco – meine Sammlung wächst und ist jetzt um dieses Exemplar reicher.

3. Eure Haare werden verknoten

Wenn ihr keine Mütze tragen wollt, weil ihr denkt, sie würde eure Frisur zerstören, verspreche ich euch: Das wird sowieso passieren! Der Wind verknotet jede Strähne so extrem, dass ihr in kürzester Zeit ein Vogelnest auf dem Kopf habt.

Alternativ zur Mütze geht natürlich auch ein Dutt oder ihr habt einen TangleTeezer bei euch. Aber glaubt mir: Den könnt ihr alle 5 Minuten benutzen 😄

(Auf dem Artikelfoto kann man gut sehen, wie einem das Haar um die Ohren fliegt. Ich musste sie abends 15 Minuten lang entkletten.)

4. Plant Yoga am Strand

Wie gesagt, ich plane im Voraus nie etwas. Nur um eins hatte ich mich gekümmert: Via Airbnb hatte ich eine Silent Disco Yoga Class am Baker Beach gebucht, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte! Die Stunde war einfach traumhaft. Während ihr eure Posen macht und wundervoll im Sand flowt, blickt ihr rechts auf die Golden Gate Bridge und vor euch ins offene Meer. So toll!!

Vor einem das Wasser, neben einem die Golden Gate Bridge und auf den Ohren die Musik und die Anweisungen der Yoga-Lehrerin: Die Stunde war wirklich ein Highlight der Reise!

5. Shopping in San Francisco könnt ihr knicken

Als ich erkannte, dass ich viel zu dünne Kleidung dabei habe, dachte ich: „Okay, let‘s go shopping“. Aber dann kam die Ernüchterung: San Francisco ist nicht gerade die Fashion-Stadt. Es gibt in der Innenstadt ein/zwei Straßen mit Läden wie Zara, American Eagle und Forever 21 und eine gigantische Mall, doch das war es dann auch schon wieder. Es gibt nichtmal einen Topshop! 😱🥺

Zum Vergleich: In San Francisco shoppt es sich ähnlich wie in Hamburg. Eine Straße ähnelt der Mönckebergstraße mit den H&Ms dieser Welt und ein Viertel gleicht dem Neuen Wall mit Gucci, Prada und Co.

6. Ihr werdet verzweifelt auf ein Taxi warten

Wer sich in der Stadt nicht gerade mit dem Bus fortbewegen möchte, sollte auf ein Uber oder Lyft setzen. Taxis scheint es keine mehr zu geben.

7. wie „7 Dollar Cable Car Fahrten sind jeden Cent wert“

Man kann aber auch getrost Bus und Bahn – genannt Muni – fahren. Oder aber man investiert in die Fahrt seines Lebens und kauft sich für sieben Dollar ein „One-Way-Ticket“ fürs Cablecar. Nene, ich übertreibe nicht. Die Fahrt ist ein Muss. Vor allem die Strecke vom Ferry Market Building zur Van Ness Avenue ist der Kracher. Man sieht wirklich die coolsten Straßen und es ist so ein einzigartiges Erlebnis!

MCable Car fahren man soooo viel Spaß. Ihr könnt euch während der Fahrt sogar raushängen (oder euch auch nur fürs Foto raushängen 😄).

8. Es lohnt sich, die Bridge 2 Bridge Cruise zu machen

Noch eine Möglichkeit, wie ihr euch in San Francisco fortbewegen könnt und dabei einen tollen Ausblick habt, ist die Fähre.

Wir haben die Bridge 2 Bridge Tour gemacht und waren begeistert. Man legt an der Fishermans Wharf ab und fährt dann erst zur Golden Gate und anschließend zur Bay Bridge. Auf dem Weg kommt man dann noch an Alcatrazz vorbei. Außerdem hat man einen wundervollen Ausblick auf die Skyline der Stadt und lernt echt viel über die Entstehung und Geschichte.

Die Tour kostet etwa 40 Dollar. Deswegen kauft euch im Vorfeld unbedingt die „Go City Card“. Damit spart ihr einiges an Dollar.

9. Erwartet Muskelkater in Waden und Schienbeinen

Wenn ihr weder Bus, noch Fähre, noch Uber, noch Cable Car fahren und die Stadt zu Fuß erkunden möchtet, müsst ihr im Vorfeld wissen: Sie ist verdammt hügelig. Viele Straßen haben eine extreme Steigung. Die Lombards Street ist zum Beispiel so steil, dass Autos in Serpentinen herunterfahren möchte. 

Nachdem wir am ersten Tag gut 21.000 Schritte getan hatten, wachte ich am nächsten Morgen mit heftigem Muskelkater in meinen Schienbeinen auf. Benni schmerzten die Waden.

Deswegen: Stretcht euch am Abend nochmal gut die Beine durch, bevor ihr ins Bett geht.

10. Die Bay Bridge ist der wahre Star

Mit der Golden Gate und der Bay Bridge verhält es sich ungefähr so wie mit Posh und dem Rest der Spice Girls. Auch wenn Mel C und Co. viel besser singen können als Victoria und sich bis heute viel mehr für die Band einsetzen, ist es doch Frau Beckham, die am meisten im Rampenlicht steht. Alle lieben sie für ihren Look und die Stories, die man über sie und David schreiben kann.

So ist es auch bei den Brücken: Obwohl die Bay Bridge viel mehr für die Stadt tut und wichtig für so viele Pendler ist (und man sie außerdem viel besser betrachten kann), ist es doch die Golden Gate Bridge, die mit ihrem roten Look das Wahrzeichen der Stadt ist und über die sich alle unterhalten.

Food und die Bay Bridge: An der weniger populären Brücke lässt es sich viel besser sitzen und genießen.

11. Jeder Zweite ist in San Francisco obdachlos

So schön die Nähe zum Meer und die Brücken auch sind, erschreckend ist die Anzahl an Obdachlosen in der Stadt. Gefühlt ist jeder zweite Mensch ein Berber. Überall liegen Personen auf der Straße, an jeder Straßenecke erwartet dich ein Einkaufswagen voll von Daunendecken und schmuddeliger Kleidung. Niemand von den Obdachlosen ist gefährlich, man kommt friedlich an ihnen vorbei. Aber mich hat der Anblick extrem abgeschreckt und bleibt mir traurig im Gedächtnis.

12. Wählt eure Nachbarschaft weise

Wir hatten wirklich großes Glück mit unserem Hotel. Ohne zu wissen, was wir da buchen, lag es wirklich klasse. Vor allem aber lag es in einem Stadtteil, der relativ aufgeräumt war. Es gibt nämlich auch Viertel, in denen man ungern aus der Haustür tritt.

13. Gewöhnt euch schnell an den Weed-Geruch an jeder Straßenecke

Doch ganz egal, in welchem Stadtteil von San Francisco ihr auch wohnt, eins werdet ihr in jeder Straße finden beziehungsweise riechen: Weed. Es liegt wirklich überall in der Luft.

14. Trinkt in San Francisco bloß nicht aus dem Hahn 

… es sei denn, ihr steht auf Chlor. Das Wasser hat nämlich nicht unsere „deutsche Reinheitsqualität“.

Deswegen: Kauft genug Wasser im Supermarkt.

Als letztes fällt mir nur noch eins ein: Genießt eure nächste Reise! Egal, wo es hin geht. Und selbst wenn es „nur“ ein kleiner Ausflug ist. Sammelt Erfahrungen. Sammelt Eindrücke. Sammelt euch.

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