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“Das ist doch das im Rotwein?!” – Alles über Histaminintoleranz

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Gluten. Das ist das mit dem Weizen. Lactose. Das ist das in der Milch. Histamin. Das ist das… Ja, was ist das überhaupt?

Allen den ich momentan von meiner Histaminintoleranz erzähle, gucken mich fragend an. Ab und zu sagt einmal jemand: „Achja, dann ist doch Rotwein ganz schlimm.“ Aber sonst weiß niemand so recht, was das jetzt eigentlich heißt. Und um ehrlich zu sein: Vor kurzer Zeit wusste ich es ja selbst nicht.

Doch dann bekam ich die Diagnose von meiner Heilpraktikerin und ich musste meine Ernährung von heute auf morgen verändern. Plötzlich unterschied ich Lebensmittel in A) histaminarm und B) die absoluten Histaminschleudern. Die Tomaten verließen sofort meinen Kühlschrank. Auch die Avocados mussten gehen. Und schließlich verabschiedete ich mich auch von meinen geliebten Auberginen. Sie alle gehören zur Sorte B)… leider!

Histaminintoleranz: Fragen über Fragen

Aber was genau war Histamin denn jetzt eigentlich? Ich begann also zu googeln. Dutzende von Artikeln ploppten auf. Aber so richtig konnte mir nur ein Buch helfen, das ich vom Trias Verlag zugeschickt bekam. In „Histaminintoleranz – Wenn Essen krank macht“ von Thilo Schleip bekam ich erstmals einen guten Überblick über das ganze Thema. Es beantwortete mir die dringendsten Fragen auf nur wenigen Seiten. Wie entwickelt sich eine Histaminintoleraz? Wann entsteht Histamin? Was kann ich dagegen machen?

In dem Buch “Histaminintoleranz – Wenn Essen krank macht” von Thilo Schleip aus dem Trias Verlag konnte ich einen ersten Überblick gewinnen, was Histamin überhaupt ist und was wohl in meinem Körper vor sich geht, sobald ich zum Beispiel Avocado esse.

… aber auch viele Antworten

Damit auch ihr nicht weiter im Dunkeln tappt und “irgendwas mit Rotwein” sagen müsst, habe ich euch einmal die wichtigsten Fakten aufgeschrieben:

Histamin ist ein biogenes Amin, das jeder Mensch in seinem Gewebe hat und das an der Abwehr körperfremder Stoffe beteiligt ist. (Keine Angst, ich mache hier jetzt sicherlich keine Biologie-Stunde draus!) Es wird auf natürlichem Wege vom Körper gebildet sowie durch Nahrung von uns aufgenommen. Histamin liegt also in unseren Lebensmitteln vor – jedoch immer in einer anderen Konzentration. Deswegen unterscheide ich jetzt auch – wie schon gesagt – in histaminarm (z. B. Heidelbeeren, Zucchini, Mandeln) und -reich (z.B. Käse, Salami, Sauerkraut).

Sollte ich jetzt doch wieder auf die dumme Idee kommen, etwas Sauerkraut zu essen, reagiert mein Körper sofort. Bei mir bildet sich dann ein Kloß im Hals. Meine Luftröhre scheint zuzugehen. Es fühlt sich so an, als würde ich langsam ersticken.

Eine Histaminintoleranz zeigt sich auf unterschiedlichsten Wegen

Was da gerade in meinem Körper passiert ist? Das Histamin, das bei jedem von uns in den Körperzellen gebunden ist (und so überhaupt keine Probleme bereitet), wurde aktiviert. Sobald es freigesetzt ist, erzeugt Histamin dort, wo wir in Kontakt mit einem Allergen gekommen sind, eine allergische Reaktion aus.

Klar, das ist erst einmal im Magen-Darm-Trakt. Hier landet ja schließlich unser Essen. Die meisten Menschen mit einer Histaminintoleranz (kurz HIT, dabei ist es alles andere als der Hit…) haben daher auch starke Verdauungsprobleme. Doch es gibt noch viele weitere Symptome, wie eben auch Probleme mit dem Bronchialsystem – wie es bei mir der Fall ist.

Den Zusammenhang habe ich auch erst durch das Buch von Thilo Schleip begriffen: Histamin wirkt gefäßerweiternd. Steigt nun also mein Histaminspiegel in der Blutbahn an, nachdem es aus der Zelle gelöst wurde, strömt viel mehr Blutplasma in meine Schleimhaut, die sich im Röhrensystem meiner Lunge befindet. Dadurch beginnt diese anzuschwellen und ich bekomme dieses unerträgliche Gefühl, mir würde etwas im Hals festsitzen und alles “zuschwellen”.

Zurück zum Rotwein …

Auslöser sind übrigens nicht nur histaminreiche Lebensmittel. Es gibt auch noch sogenannte Histaminliberatoren, also Substanzen, die die Freisetzung des körpereigenen Histamins bewirken. Und ja, hier kommen wir auch endlich zum Rotwein zurück. Denn Alkohol ist einer dieser Liberatoren (so wie auch Tomaten, Erdbeeren und Zitrusfrüchte). Beim Rotwein kommt außerdem noch hinzu, dass er auch noch ein anderes biogenes Amin enthält. Nämlich das Tyramin, das zusätzlich auch noch eine gefäßerweiternd ist. Na Prost, da kann man ja gleich auf eine doppelt toxische Wirkung anstoßen. (NOT!)

Natürlich könnte ich jetzt noch stundenlang weiter erklären, was Histamin ist und wie eine HIT entsteht, aber ich wollte hier ja nicht auf Bio-Lehrerin machen und glaube, dass ich so erst einmal einen guten Überblick geben konnte.
Und wer sich noch mehr Infos wünscht, der kann ja gerne einmal in das Buch “Histaminintoleranz – Wenn Essen krank macht” (vom Trias Verlag, ca. 15 Euro // Werbung) reinlesen. Ich kann es wirklich nur empfehlen.

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