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Liebe statt Vorurteile – Unsere Lovestory aus Bennis Sicht

In meinem Blogbeitrag „Our Lovestory: Liebe ist stärker als Vorurteile“ habe ich euch letzten Monat davon erzählt, wie Benni und ich uns in 2017 kennengelernt haben und welche Angst ich anfangs davor hatte, ihm von meiner Vergangenheit und Magersucht zu erzählen.

Meine Befürchtung war, dass er mich sofort als irre abstempeln und sich so schnell wie möglich aus dem Staub machen würde. Doch dann geschah etwas ganz anderes: Als ich bei unserem fünften Date mit meinem Geheimnis herausrückte, verschwand er nicht. Im Gegenteil. Er rückte sogar noch näher und nahm meine Hand.

Was aber dachte er in diesem Moment? Wenn er mich nicht für verrückt hielt, für was hielt er mich dann?

„Ich kannte Tabea jetzt seit gut zwei Wochen. Bisher hatte ich sie als sehr süß und sehr aufgeschlossen wahrgenommen. Sie war so lebhaft und konnte sich für alles begeistern. Egal, was wir zusammen machten, Tabea strahlte immer so viel Positives aus. Ihr Lächeln und ihre Euphorie hauten mich einfach um.

Niemals hätte ich gedacht, dass so ein lebenslustiger Mensch dem Tod schon einmal so nahe gekommen ist. Wie auch?! Sie hatte keine Sekunde den Anschein gemacht, etwas zu verbergen. Kein einziges Mal hatte sie eine Andeutung gemacht.

Als sie mir davon schließlich erzählte, habe ich erst angefangen zu verstehen, wie viel Tiefe ein Mensch haben kann. Ich realisierte, dass Tabea so viel mehr schon durchgemacht hatte, als man mit dem bloßen Auge erkennen konnte. Wenn ich sie vorher anguckte, sah ich diese starke, schöne Frau. Doch nun sah ich noch so viel mehr.

Mein Blick auf sie veränderte sich dennoch nicht. Er wurde nur weiter. Ich lernte nur noch mehr Facetten von ihr kennen.

Ob es mich abschreckte? Kein Stück. Eher dachte ich: ‚Wow, wie viel Stärke muss sie nur haben? Was ist auf ihrem Weg wohl alles passiert?‘

Es verstärkte also meinen ersten Eindruck, dass ich es hier mit einer Person zu tun hatte, die sich selbst als liebens- und lebenswert wahrnahm. Ich empfand Liebe, Respekt und das dringende Bedürfnis, ihre Hand zu nehmen. Nicht einmal dachte ich, dass Tabea irgendwie verrückt ist – so wie sie es selbst ja vermutete. Und wenn sie in irgendeiner Form irre ist, dann irre toll 😉🥰

Wir saßen also da. Die Hände ineinander gelegt. Tabeas Augen füllten sich mit Tränen. Man sah, dass eine große Anspannung von ihr abgefallen war. Alle Gedanken, die sie sich vorher gemacht hatte, blieben völlig unbegründet.“

Als wir das Restaurant verließen, fühlte ich mich Benni noch enger verbunden. Ich wollte ihn nie wieder loslassen. Er hatte einfach so wundervoll reagiert. Vor allem aber hatte er mir gezeigt, dass man über seine Gefühle sprechen kann, ohne andere zu verschrecken. Meine anfängliche Angst hatte sich von mir gelöst. Jetzt war da nur noch eins: pure, aufrichtige Liebe.

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