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Selbstreflexion: Wer nach vorne schauen will, muss auch zurückblicken können

“Ich schaue nur noch nach vorn” – diesen Satz dürfte jeder kennen. Auch ich habe ihn schon einmal – wenn nicht sogar öfters – gesagt.

Er impliziert, dass man alles Negative hinter sich lässt und optimistisch in die Zukunft geht.
Und in dieser soll dann alles besser sein. Dort ist man zufriedener, erfolgreicher und stärker. Die Vergangenheit schüttelt man einfach ab. Es zählt nur noch die bevorstehende Zeit.

Der Gedanke ist wirklich schön. Aber er hat für mich einen gewaltigen Haken.
“Nur” geht hier einfach nicht! Man kann keine strahlende Zukunft haben, wenn man nur noch nach vorne schaut. Man muss auch zurückblicken können, wenn man weiterkommen möchte.

Selbstreflexion hat mich in den vergangenen Jahren weiter voran gebracht als alles andere. Mich kritisch zu hinterfragen und mein Handeln Revue passieren zu lassen, hat mir oft den richtigen Weg geebnet. Zu wissen, an welcher Kreuzung ich zuvor falsch abgebogen war, hat mich zurück auf die richtige Bahn gebracht. Man sagt ja auch nicht umsonst, dass man aus Fehlern lernt. (Also im besten Fall 😆.)

Wer sich jetzt denkt, “Oh Hilfe, wie soll ich denn jetzt mein ganzes Leben noch einmal durchdenken?!”, den kann ich direkt beruhigen. Man muss keine Zeitreise bis zur Geburt machen, um selbstreflektiert durchs Leben zu gehen. Am Besten fängt man mit Babysteps an. Im Hier und Jetzt. Denn das ist es ja auch, was momentan zählt. Ich zum Beispiel beschränke mich immer auf die vergangenen 24 Stunden. Mich am Abend hinzusetzen und den Tag noch einmal auf unterschiedliche Fragen zu überprüfen, bringt mir bereits die nötige Klarheit.

Warum habe ich das so gemacht? Was hätte ich vielleicht anders machen können? Wäre ich anders erfolgreicher gewesen? Die Antworten sind nicht immer sofort gefunden. Aber wenn sie dann da sind, helfen sie mir ungemein.

Alle, die einen Schritt weitergehen wollen, sollten sich Zeit nehmen und überlegen, in welcher Situation sie sich zuletzt unwohl gefühlt oder denken, einen Fehler gemacht zu haben. Eure Intuition wird euch leiten und genau zu dem Moment zurückführen, der tatsächlich entscheidend ist. “Zerdenkt” euch nicht. Auch hier gilt wie so oft: Der erste Gedanke ist der richtige.

Wenn die Situation dann vor eurem inneren Auge entsteht, fühlt noch einmal nach. Wieso hat sie Unbehagen ausgelöst? Was hätte anders laufen sollen? Was hättet ihr anders machen können?
Diese Antworten aus der Vergangenheit speichert ihr für die Zukunft ab. Und sobald ein ähnlicher Moment nochmals entsteht, wisst ihr, was zu tun ist.

Glaubt mir, euer Weg in die Zukunft sieht rosig aus. Die Karte und den Kompass tragt ihr bereits in euch. Ihr müsst nur wissen, wie man sie erfolgreich liest.

xx, T 💕

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