Body & Soul,  Home

Ich mache Schluss. Und arbeite an der Beziehung zu mir selbst.

Die Welt steckt voller kluger Köpfe. Sie ist voll von schlauen Lebensweisheiten. Doch kein Philosoph lehrte mich bisher so viel wie die Charaktere aus ‘Sex and the City’. (Sorry Sokrates, aber gegen eine Samantha Jones kommst du einfach nicht an!)

Als sich Samantha von Smith trennt, sagt sie einen Satz, der mir besonders in den letzten Monaten immer wieder in den Kopf kam. “I love you. But I love me more”, beendet sie da ihre Beziehung zu dem Schönling.
Nein nein, versteht mich nicht falsch. Ich möchte mich garantiert nicht von meinem Freund trennen. Aber ich möchte Schluss machen. Und zwar mit dem ewigen Vergleichen. Ich möchte damit aufhören zu gucken, wer von euch mir nun besser gefällt als ich mir selber. Oder wer von euch etwas hat, das ich auch gerne hätte.

Denn ja, ich liebe euch. Aber auch ja, mich sollte ich ebenso – wenn nicht sogar mehr – lieben. Mit mir verbringe ich schließlich 24 Stunden am Tag. So ein bisschen Selflove kommt mir da gar nicht so verkehrt vor.

Mein Unterbewusstsein ist wie ein Schwamm, der alles aufsaugt

Doch meine Selbstliebe gerät ins Wanken, sobald ich wieder viel zu viel im Außen lebe und damit beginne, mich mit anderen zu vergleichen. Das ist in Zeiten von Social Media ja besonders einfach. Man wird den ganzen Tag mit der “schönen, neuen Welt” konfrontiert. Und ja, auch ich weiß, dass hier vieles fake ist. Auch ich weiß um dieses “Instagram vs. Reality” Bescheid. Doch sobald ich mich durch meinen Feed scrolle, tritt mein Wissen in den Hintergrund. Wie in Trance sauge ich dann die Fotos auf, die ich dort sehe. Unterbewusst konsumiere ich dabei Ideale und Normen, von denen ich plötzlich denke, so müsste auch ich es machen. Das sei der Standard.

Ständig an einem anderen Ort unterwegs sein? Standard.
Six-Pack, dünne Taille und trotzdem Brüste? Standard.
Morgendliche Beauty-Routine mit 30 Produkten? Standard.
Wimpern als hätte sie Tizian höchstpersönlich getuscht? Standard.

Dann gucke ich mich und mein Leben an und denke nur: S**t, das hast du alles nicht. Ich werde unsicher. Meine Selbstliebe bekommt Risse.

Doch das muss sie nicht. Denn anstatt zu gucken, was ich vielleicht NICHT habe, sollte ich mir doch lieber genau DAS vor Augen halten, was ich bereits habe. Ich sollte viel mehr bei mir bleiben. Das sollten wir alle.

Mehr Me-Time

Deswegen habe ich jetzt damit begonnen, mir immer mal wieder Zeit für mich zu nehmen. Ich habe dann ein Coffee-Date ganz mit mir allein. Und so kitschig es auch klingen mag, bei diesem Kaffeeklatsch notiere ich mir schließlich, was ich an mir liebe und was ich habe, das mich glücklich und auch ein wenig stolz macht.
Alle anderen sind dann egal. Vielleicht habe ich nicht die Killer-Abs wie Pamela Reif, aber flach ist meiner auch. Und wow, meine “Legs to Bar” beim letzten Training waren ja wohl der Hit! 

Ich schaffe es nicht immer, sofort Schluss mit dem Vergleichen zu machen. Aber ich werde besser. Mir fällt es von Mal zu Mal leichter, mich abzugrenzen und ganz bei mir zu bleiben.
Und plötzlich habe ich wieder Samantha vor mir und ihre Worte nicht nur im Kopf, sondern ich bringe sie über meine eigenen Lippen:
I LOVE ME MORE! ❤️

xx, T

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.